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Rudolf Oebsger-Röder
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Rudolf Röder, spĂ€ter Rudolf Oebsger-Röder, (* 9. MĂ€rz 1912 in Leipzig; † 22. Juni 1992 in MĂŒnchen) war im nationalsozialistischen Deutschen Reich SD-SturmbannfĂŒhrer, Angehöriger des Einsatzkommando 16 Bromberg, 1940 Leiter der Amtsgruppe II A (Grundlagenforschung) im Amt II (SD-Inland) des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA), 1940/41 an der Umsiedlung in Polen aktiv beteiligt, 1942 im Stab der Einsatzgruppe A im Baltikum, 1942/43 Leiter des Unternehmens Zeppelin des SD, FĂŒhrer des Einsatzkommandos Cluj in Ungarn 1944 und zuletzt als ObersturmbannfĂŒhrer und VerbindungsfĂŒhrer des RSHA zum AuswĂ€rtigen Amt. Er war Mitarbeiter der Organisation Gehlen und des Bundesnachrichtendienstes sowie Zeitungskorrespondent in Jakarta/Indonesien.

Contents

‱ Literatur
‱ Weblinks

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Herkunft und Studium

Rudolf Oebsger-Röder war der Sohn eines Werkmeisters.cite-ref-uhl278-1-0[1] Nach dem Abschluss seiner Schullaufbahn studierte er an der UniversitÀt Leipzig Geschichte, Soziologie und Zeitungswissenschaft.cite-ref-wildt939-2-0[2]

Schon Ende 1929 wurde er Mitglied der Hitlerjugend und trat bereits zum 1. MĂ€rz 1931 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 475.061).cite-ref-3[3]cite-ref-wildt939-2-1[2] Zudem war er ab 1931 Mitglied der SA.cite-ref-4[4] An der UniversitĂ€t Leipzig wurde er 1933 Pressewart des NS-Studentenbundes (NSDStB) und leitete dort die Abteilung „Presse und Propaganda“. Ab 1935 war er in Leipzig NSDStB-HochschulgruppenfĂŒhrer und örtlicher Studentenschaftsleiter sowie „UntersuchungsfĂŒhrer fĂŒr Ehren- und Disziplinarfragen der Gaustudentenschaft Sachsen“. Als Assistent am Leipziger Institut fĂŒr Zeitungswissenschaft in der Zeit von 1935 bis 1937 promovierte er 1936 mit einer Dissertation ĂŒber den Bildungsstand der deutschen Journalisten zum Dr. phil.cite-ref-wildt939-2-2[2]cite-ref-lhachmeister75f-5-0[5] Zuvor hatte er durch Vermittlung von Hans Amandus MĂŒnster ein Promotionsstipendium erhalten.cite-ref-6[6]

Laut Professor MĂŒnster habe diese heikle Themenstellung „nur einem Studierenden von besonderen QualitĂ€ten charakterlicher Art“, anvertraut werden können, womit MĂŒnster zweifellos eine NS-konforme Einstellung meinte. NSDAP-Mitglied MĂŒnster sah die Zeitungswissenschaft getreu der NS-Ideologie als volkserzieherische Aufgabe und publizistisches FĂŒhrungsmittel. Im NS-Staat war das Reichsministerium fĂŒr VolksaufklĂ€rung und Propaganda (RMVuP, kurz Propagandaministerium) fĂŒr die Medienkontrolle zustĂ€ndig. Es war dazu auserkoren, das LesebedĂŒrfnis der Deutschen im Sinne der nationalsozialistischen Weltanschauung „umzuformen“ und „in die richtigen Bahnen zu lenken“.cite-ref-7[7] MĂŒnster wandte sich somit an das Propagandaministerium und an den Reichsverband der Deutschen Presse (RDP), damit seinem SchĂŒler die entsprechende ZugĂ€nge gewĂ€hrt wurden. Oebsger-Röder erhielt mit MĂŒnsters Hilfe Einblick in die Berufslisten des RDP, in die sich laut Schriftleitergesetz jeder Journalist und auszubildende Berufsaspirant einzutragen hatte. Das Schriftleitergesetz war ein Gleichschaltungsinstrument der NS-Propaganda. MĂŒnster bestelle quasi ein „Wunschgutachten“, dass der NS-konforme Oebsger-Röder liefern sollte. Der junge Student wĂŒhlte sich monatelang im Berliner Hauptquartier des RDP durch die Schriftleiterlisten und schloss seine 87-seitige Fleißarbeit mit den Worten: „Der Journalist von gestern, der Söldner einer gewissenlosen Presse, ist tot. Der Soldat einer neuen Zeit wird herangezogen.“ MĂŒnster vergab fĂŒr die Arbeit im Juni 1936 die Note „sehr gut“. Bereits zuvor hatte er Oebsger-Röder als Assistenten am Institut fĂŒr Zeitungswissenschaft verpflichtet.cite-ref-lhachmeister75f-5-1[5]

Sicherheitsdienst der SS

Im April 1935 trat Oebsger-Röder von der SA in die SS ĂŒber (SS-Nummer 267.393)cite-ref-dws-xip-pl-8-0[8] und war zunĂ€chst ehrenamtlich, dann als hauptamtlicher Mitarbeiter fĂŒr den SD tĂ€tig. Er war zudem Referent beim SS-Oberabschnitt Mitte.cite-ref-lhachmeister76f-9-0[9] 1937 war er hintereinander Mitarbeiter in der Hauptabteilung II Gegnerforschung bei den SD-Oberabschnitten Elbe und Königsberg, zudem war er an der von SS-FĂŒhrer Franz Six neugegrĂŒndeten FakultĂ€t fĂŒr Zeitungswissenschaften an der UniversitĂ€t Königsberg beschĂ€ftigt. Six bescheinigte dem ihm bereits seit seiner Studentenzeit bekannten Oebsger-Röder in einer Beförderungsbeurteilung vom 18. Oktober 1937 „eine tadellose soldatische Haltung [
] sicheres Auftreten in und außer Dienst [und eine] persönlich saubere Haltung.“ Er habe sich „stets mit seiner ganzen Person fĂŒr den Nationalsozialismus eingesetzt“ und verfĂŒge ĂŒber eine „tadellose Auffassungsgabe“.cite-ref-6-10-0[10]

Six leitete zunĂ€chst im SD-Hauptamt die Abteilung „Presse und Schrifttum“. Das Schrifttum unter Kontrolle zu bekommen, war eine der wesentlichen Aufgaben des SD. Reinhard Heydrich hatte 1935 definiert, dass in der Auseinandersetzung um die geistig-weltanschauliche Macht dem „kulturpolitischen Schrifttum“ eine zentrale Rolle zukomme, denn die „WĂŒhl- und Zersetzungsarbeit“ des Gegners spiele sich zu einem wesentlichen Teil im Schrifttum ab. Es gehe um einen „Kampf der Geister“, der „nicht mehr nur mit technischen Mitteln“ gefĂŒhrt werden könne.cite-ref-11[11] Um den Gegner erkennen und ausschalten zu können, markierte die wissenschaftsbasierte, nachrichtendienstliche Auswertung des Schrifttums daher einen zentralen Schwerpunkt der SD-Arbeit.cite-ref-12[12]

Mit seiner Dissertation hatte Oebsger-Röder das nötige RĂŒstzeug fĂŒr den SD erworben, was ihn in den Augen von Franz Six zu einem besonders geeigneten Mitarbeiter fĂŒr die Gegnerforschung machte. Six leitete im SD-Hauptamt unter Heydrich zusĂ€tzlich die Hauptabteilungen „Weltanschauliche Gegner“ und „LebensgebietsmĂ€ĂŸige Auswertung“ und war damit praktisch fĂŒr den gesamten Inlands-SD zustĂ€ndig. Den SD-Oberabschnitt Nordost in Königsberg fĂŒhrte vom 1. Januar 1937 bis 26. September 1939 Jakob Sporrenberg, der zugleich Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD in Königsberg war. Oebsger-Röder gab zu seiner damaligen TĂ€tigkeit an:

„Beim SD-Oberabschnitt Königsberg wurde ich Leiter der Hauptabteilung II. Meine Aufgabe war die Vorbereitung und Erstellung des sogenannten SD-Lageberichts Ostpreußen. Bei diesem Lagebericht handelte es sich um eine in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden vorzulegende Übersicht ĂŒber die Meinung der Bevölkerung und Auswirkung von Maßnahmen des Staates und der Partei sowie ĂŒber Tendenzen in der Bevölkerung Ostpreußens bzw. der deutschen Volksgruppe in Polen und den baltischen Staaten. Zur Wahrnehmung dieser Aufgaben unternahm ich – getarnt – einige Reisen nach Polen, ins Baltikum und durch Ostpreußen, wobei ich Verbindung zu wichtigen Persönlichkeiten aufnahm."cite-ref-7-13-0[13]

Er begann seine Kenntnisse ĂŒber die Schriftleiter fĂŒr den SD in Königsberg nutzbar zu machen. Folgerichtig nahm er von Königsberg aus Kontakte zu den Pressevertretern der volksdeutschen Auslandspresse auf, um diese fĂŒr die Beeinflussung der Volksdeutschen im Ausland zu nutzen und um V-MĂ€nner fĂŒr die Informationslage zu gewinnen und Nachrichten ĂŒber feindliche Polen zu sammeln. Zwischen Sommer 1937 und September 1939 machte er als „Franz Röder“ im Auftrag des SD und getarnt als Assistent des Juristischen Instituts der Königsberger UniversitĂ€t einige „Dienstreisen“ nach Polen. Er sprach mit der Leitung der Deutschen Vereinigung fĂŒr Posen und Pommerellen (DV) in Bromberg, mit Gotthold Starke, dem Chefredakteur der „Deutschen Rundschau in Polen“ und sehr wahrscheinlich auch mit Gero von Gersdorff, dem Cheforganisator der DV. „VertrauensmĂ€nner“ fand er in Bydgoszcz (Bromberg), wo er sich einige Tage lang im FrĂŒhling 1939 aufhielt.cite-ref-14[14]

Einsatzkommando 16 in Polen

In Bromberg war es nach dem deutschen Überfall auf Polen sowohl zu Sabotageaktionen auf deutscher Seite wie auch zu Vergeltungsaktionen der Polen beim „Bromberger Blutsonntag“ gekommen.cite-ref-15[15]

Oebsger-Röder wurde deshalb im Zuge des Überfalls auf Polen zum FĂŒhrer eines vierköpfigen SD-Trupps bestimmt, dem SD-Einsatzkommando 16 in Bromberg, das als selbstĂ€ndige Einheit direkt dem FĂŒhrer des SD-Oberabschnitts Nordost, SS-BrigadefĂŒhrer Jakob Sporrenberg, unterstand.cite-ref-16[16] Er operierte in Bromberg mit seinem SD-Kommando in ErgĂ€nzung zum Einsatzkommando 16 der Gestapo unter Kriminalrat Jakob Lölgen. Oebsger-Röder leitete sein SD-Kommando etwa vom 20. September 1939 bis zum 25. Oktober 1939.cite-ref-17[17]cite-ref-7-13-1[13] Sein Stellvertreter war der ObersturmfĂŒhrer Franz Abromeit, der dann noch bis Anfang November 1939 diesen Trupp fĂŒhrte.cite-ref-18[18]

Aufgabe des SD-EK 16 in Bromberg war die nachrichtendienstliche Bearbeitung des zugeteilten Abschnitts, die Zusammenarbeit mit dem Gestapo-EK 16 und die Berichterstattung zum zentralen Einsatzstab des SD in Berlin ĂŒber den SD in Danzig. Gestapo und SD waren verpflichtet, bedeutende Informationen auszutauschen.cite-ref-19[19] Dementsprechend erstellte Oebsger-Röder Stimmungsberichte fĂŒr den Danziger Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD (IdS) Rudolf Tröger, fĂŒr Jakob Sporrenberg in Königsberg und fĂŒr den neuen Bromberger OberbĂŒrgermeister und Kreisleiter Werner Kampe. Außerdem betrieb er die Erfassung von Gegnern in entsprechenden Karteien.cite-ref-20[20] Die seinem Trupp zur VerfĂŒgung stehenden Informationen ĂŒber polnische Gegner hatte er teils zuvor selbst in Königsberg ĂŒber seine Verbindungen nach Polen gewonnen. Jetzt waren diese Informationen mit dem Gestapo-EK 16 und auf Wunsch von Gauleiter Albert Forster mit den beigebrachten Listen der NSDAP-Ortsgruppenleiter abzugleichen.

Solche geheimen V-Mann-Berichte zur Stimmungslage dienten im Oktober 1939 auch als Korrektiv gegen AuswĂŒchse und Vertrauensverlust bei der Bevölkerung. In einem erhaltenen Schriftverkehr vom Oktober 1939 erhielt das Gestapo-SK 16 in Bromberg geheime V-Mann-Berichte vom SD-EK 16. Darin ging es um zwei Bromberger Gestapo-Mitarbeiter, die ihre TĂ€tigkeit beim EK 16 dazu nutzten, sich an Vermögenswerten zu bereichern. Die Gestapo-Leute wurden suspendiert.cite-ref-21[21]

Ansonsten war der SD aber in die Vernichtung der polnischen Intelligenz involviert. In einem Bericht an das Reichssicherheitshauptamt (RSHA) vom 21. Oktober 1939 meldete er, dass in den westpreußischen StĂ€dten von der Gestapo und vom Selbstschutz der Volksdeutschen „Aktionen durchgefĂŒhrt [werden], um die polnischen Lehrer zu verhaften und in das Zuchthaus Krone anzutransportieren. Es ist geplant, die radikalen polnischen Elemente zu liquidieren.“cite-ref-22[22]

In einem anderen Bericht beschreibt Oebsger-Röder die Aufgaben seines EK noch drastischer:

„Nach dem Willen des FĂŒhrers soll in kĂŒrzester Zeit aus den polnisch-bestimmten Pommerellen ein deutsches Westpreußen entstehen. Zur DurchfĂŒhrung dieser Aufgaben machen sich nach ĂŒbereinstimmender Ansicht aller zustĂ€ndigen Stellen folgende Maßnahmen notwendig: 1.) Physische Liquidierung aller derjenigen polnischen Elemente, die a) in der Vergangenheit auf polnischer Seite irgendwie fĂŒhrend hervorgetreten sind oder b) in Zukunft TrĂ€ger eines polnischen Widerstandes sein können. [
] Die angefĂŒhrten Maßnahmen sind von Anfang an in Angriff genommen worden. Es erscheinen jedoch folgende Bemerkungen nötig, um die Notwendigkeit des Vorschlags zu erhĂ€rten: Zu 1.) Die Liquidierung wird nur noch kurze Zeit durchgefĂŒhrt werden können. Dann werden die deutsche Verwaltung und andere außerhalb der NSDAP liegende Faktoren direkte Aktionen unmöglich machen. Auf jeden Fall wird am Ende trotz aller HĂ€rte nur ein Bruchteil der Polen in Westpreußen vernichtet sein (schĂ€tzungsweise 20 000).“

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Rudolf Oebsger-Röder im Herbst 1939 in einem Lagebericht fĂŒr das Reichspropagandaministerium.

In einer handschriftlichen Notiz an Kreisleiter Kampe und das Reichspropagandaministerium ergÀnzte Oebsger-Röder noch einen Bericht seines Vertreters und Nachfolgers Franz Abromeit vom 15.11.1939, den er offensichtlich in Königsberg zur Kenntnis nahm:

„Nachzutragen wĂ€re noch, dass die hohe moralische Widerstandskraft der Polen u. a. daraus hervorgeht, dass sie bei der „Liquidierung“ zumeist ein furchtloses, tapferes Verhalten an den Tag legen.“cite-ref-24[24]

In einer Nachkriegsvernehmung wollte er in Bromberg erschossene Polen erst nach der Liquidierung gesehen haben und von anderen Erschießungen nur vom Hörensagen Kenntnis haben. Die obige Notiz wurde ihm nicht vorgehalten. Seine „Leistungen“ in Polen wurden von Reinhard Heydrich so gewĂŒrdigt:

„Er bewĂ€hrte sich als FĂŒhrer des SD-Einsatzkommandos 16 in Bromberg. Er nahm an den von SS-BrigadefĂŒhrer von Alvensleben geleiteten SĂ€uberungsaktionen in der Gegend um Bromberg, Hohensalza sowie an der Brechung polnischen Widerstandes mit der Waffe teil, nachdem er vorher die notwendigen nachrichtendienstlichen Vorarbeiten geleistet hatte."cite-ref-25[25]

Umsiedlung in Polen

Am 13. Oktober 1939 verfĂŒgte Reinhard Heydrich im Auftrag Himmlers:

„Im Rahmen seines Erlass vom 7. Oktober 1939 zur Festigung des deutschen Volkstums hat der FĂŒhrer die RĂŒckfĂŒhrung der Volksdeutschen aus Lettland und Estland mit sofortiger Wirkung befohlen. Zur DurchfĂŒhrung aller hiermit im Zusammenhang stehenden Maßnahmen (EinbĂŒrgerung usw.) wird im Einvernehmen mit der Volksdeutschen Mittelstelle eine Einwandererzentralstelle mit dem Sitz in Gotenhafen errichtet.“cite-ref-26[26]

Den Umsetzungsauftrag erhielt der SturmbannfĂŒhrer Martin Sandberger vom neuen Amt III des RSHA (Inlands-SD). Stellvertreter von Sandberger war der SturmbannfĂŒhrer Karl Tschierschky.cite-ref-0-27-0[27] Sandberger richtete in Gotenhafen eine Einwanderer-Beratungsstelle fĂŒr die alsbald eintreffenden deutschbaltischen Umsiedler ein. Ihr Leiter war Rudolf Oebsger-Röder, der von Volkstumsspezialisten der baltischen Abteilung des Wannsee-Instituts des SD unterstĂŒtzt wurde. Einer davon, Hans-Adolf Handrack, ĂŒbernahm anschließend die „Zweigstelle Gotenhafen der Volksdeutschen Einwanderer-Beratungsstelle“.cite-ref-28[28]

Die Einwanderer-Zentralstelle (EWZ) wurde Ende 1939 nach Posen (Poznan) und ƁódĆș (Litzmannstadt) verlegt und dem baltendeutschen StandartenfĂŒhrer Erhard Kroeger unterstellt. Mit der Verlegung der EWZ gelangte auch Oebsger-Röder Mitte November 1939 nach ƁódĆș (ab 1940 Litzmannstadt genannt), wo er bis Ende MĂ€rz 1940 die dortige Zweigstelle der Einwandererzentrale leitete.cite-ref-0-27-1[27]cite-ref-6-10-1[10] Damit stand Oebsger-Röder vom SD mit allen wesentlichen VolkstumsfĂŒhrern und SS-Konfidenten im Baltikum (Erhard Kroeger) und in Polen (Hans-Joachim Kohnert in Bromberg und Ludwig Wolff in Litzmannstadt) in Verbindung. Er stand somit auch im Zentrum der Umsiedlungs- und Germanisierungsmaßnahmen in Polen 1939/40 und war beim Beginn der Vernichtung aller als Gegner des Reiches betrachteten Gruppen in Polen beteiligt.cite-ref-1-29-0[29]

Reichssicherheitshauptamt und SD Danzig

Nur fĂŒr zwei Monate soll er als Leiter der Amtsgruppe II A (Grundlagenforschung) in dem von Franz Six geleiteten Amt II (Gegnererforschung – SD-Inland) des Reichssicherheitshauptamtes tĂ€tig gewesen sein, bevor er im Juni 1940 als SD-FĂŒhrer nach Danzig versetzt wurde. Bei Franz Six war er nach eigenen Angaben in der Russland-Abteilung mit der Beschaffung von Publikationen ĂŒber die Sowjetunion befasst.cite-ref-2-30-0[30] Der Zeitraum deckt sich mit dem Westfeldzug und dĂŒrfte daher die Sicherstellung von russischen Bibliotheken bei Exilorganisationen betroffen haben, womit sich eine Zuordnung zum Amt VI B (Westeuropa, Afrika), wie andere Quellen fĂŒr diesen Zeitraum angeben, auch erklĂ€ren wĂŒrde. Six war jedenfalls als Wissenschaftler und Gegnerforscher immer an solchen Beschlagnahmen interessiert.cite-ref-31[31]

Danach kam Oebsger-Röder im Sommer 1940 zum SD-Abschnitt Danzig – Zoppot. ZunĂ€chst war er Leiter der Abteilung I (Organisation/Verwaltung) und ĂŒbernahm dann gegen Ende 1940 die Leitung des SD-Abschnittes in Vertretung bis zum September 1941.

In dieser Position als Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD in Danzig in Vertretung unterstand Oebsger-Röder dem Höheren SS- und PolizeifĂŒhrer Richard Hildebrandt in Danzig und dem Gauleiter Albert Forster. Auf Wunsch von Gauleiter Forster erließ Oebsger-Röder daher am 9. Dezember 1940 eine Anordnung zur „Sonderevakuierung von asozialen Nichtdeutschen aus dem Reichsgau Danzig-Westpreußen“ an die Herren LandrĂ€te und OberbĂŒrgermeister im Reichsgau. In seinem Schreiben fĂŒhrte er die betroffenen Personengruppen detailliert an:

1. Durch rechtskrÀftige Strafurteile ordentlicher Gerichte wiederholt mit Freiheitsstrafe vorbestrafte Personen.
2. Personen, die infolge stĂ€ndigen ĂŒbermĂ€ĂŸigen Alkoholgenusses zur ordnungsgemĂ€ĂŸen Erledigung ihrer wirtschaftlichen und hĂ€uslichen Lebensbeziehungen nicht mehr in der Lage sind.
3. Frauenspersonen, die sich gegen Entgelt einen unbeschrÀnkten, der IdentitÀt nach wechselnden Personenkreis geschlechtlich hingeben (Dirnen).
4. Die hinterbliebenen Witwen und Kinder der wegen ihrer politischen und kriminellen Belastung berechtigterweise liquidierten Personen, sofern von ihnen mit Wahrscheinlichkeit eine staatsfeindliche BetÀtigung zu erwarten ist.
5. Arbeitsscheue Personen, die trotz wiederholter behördlicher Aufforderung sich beharrlich weigern, ihnen zugewiesene, ihrer Arbeitskraft angemessene körperliche Arbeit zu verrichten.
6. Völlig verkommene oder in ihrem Erscheinungsbild ausgesprochen minderwertige Personen

Die LandrĂ€te und OberbĂŒrgermeister sollten entsprechende Listen bis zum 15. Januar 1941 beibringen. Die aufzulistenden Personen sollten in das Generalgouvernement „evakuiert“ werden, wobei Evakuierung im NS-Jargon durchaus auch Einweisung in ein KZ und Ermordung bedeuten konnte.cite-ref-32[32]

Anschließend will er von September bis Dezember 1941 im neuen Reichssicherheitshauptamt tĂ€tig und mit der Auswertung von Nachrichten ĂŒber die unbesetzten Teile der Sowjetunion befasst gewesen sein.cite-ref-2-30-1[30] Das ist zumindest sehr fraglich, wie aus dem folgenden Abschnitt ersichtlich ist.

Einsatzgruppe A im Baltikum

Die 18. Deutsche Armee unter Generaloberst Georg von KĂŒchler hatte 1941 Leningrad erreicht und bezog Stellungen in einem Halbkreis sĂŒdlich davon. Eine Eroberung war von Hitler nicht gewĂŒnscht, denn Moskau hatte PrioritĂ€t und Hermann Göring sah Probleme bei der ErnĂ€hrung der Einwohner der Millionenstadt. Also sollten die etwa drei Millionen Leningrader schlicht verhungern und die 18. Armee erhielt den Auftrag, Ausbruchsversuche aus dem Kessel zu verhindern. Die Wehrmacht sollte also diesen Hungertod ermöglichen. Ab dem 15.9.41 war dann die 18. Armee alleine fĂŒr Leningrad zustĂ€ndig.cite-ref-33[33]

ErgÀnzend zur Wehrmacht war die Einsatzgruppe A von Sipo und SD vor Leningrad im Einsatz und setzte die seit Beginn des Russlandfeldzuges laufende Vernichtung von Gegnern in der Sowjetunion fort. Die Einsatzgruppe kooperierte eng mit den StÀben der Wehrmacht, insbesondere mit den Ic-Feindlagebearbeitern. Bei der 18. Armee war das der Major i.G. Werner Richter, beim XXVIII Armeekorps der Hauptmann Egon von Wackerbarth. Die im Gebiet der 18. Armee eingesetzten SD-Kommandos bei der Einsatzgruppe A hatten den Auftrag der Hinterland-Erkundung im Raum Leningrad und stimmten sich mit der Wehrmacht ab.cite-ref-34[34] Die Stationierungsorte der Teilkommandos der Einsatzgruppe A vor Leningrad waren weitgehend identisch mit den Feld- und Ortskommandanturen im Bereich der 18. Armee. Das waren Ende Dezember 1941 Narwa, Krasnogwardeisk, Siwerskaja, Wyriza, Tosno und Ljuban.cite-ref-35[35]

Bisher unbekannt war, dass Rudolf-Oebsger-Röder bei der Einsatzgruppe A an der Nordfront vor Leningrad Dienst tat. Er selbst gab in einer Vernehmung an, dass er im Auftrag von Dr. Heinz GrĂ€fe fĂŒr das Amt VI (Auslands-SD) des RSHA tĂ€tig gewesen sei und mit Unterrichtung und Zusammenfassung von Nachrichten ĂŒber die unbesetzten Teile der Sowjetunion vor Leningrad befasst war. Angaben der ehemaligen SS-FĂŒhrer Karl Tschierschky und Hermann Hubig bestĂ€tigen, dass Röder im Herbst 1941 einen Stab in Krasnogwardeisk-Gatschina leitete, der sich mit der AufklĂ€rung gegen Leningrad befasste. Zu diesem Zweck hielt er Verbindung zu den Abwehrstellen und Ic-Offizieren (Nachrichtenlage) der Wehrmacht und zu den Einsatzkommandos der Einsatzgruppe A. Als Stationierungsorte gab er SchlĂŒsselburg, Mga, Tosno, Ljuban und Nowgorod an.cite-ref-2-30-2[30] TatsĂ€chlich gehörte er laut Martin Sandberger von Herbst 1941 bis Sommer 1942 dem Stab der Einsatzgruppe A in Krasnogwardeisk-Gattschina als Leiter der Abteilung VI (SD Ausland) und als Stellvertreter von Einsatzgruppenchef Walter Stahlecker an.cite-ref-3-36-0[36]

De facto steuerte Röder im Auftrag von Heinz GrĂ€fe vom RSHA mehrere kleine Teilkommandos, die sich im Sinne von Heinz GrĂ€fe experimentell mit der Nutzung russischer Gefanger zur AufklĂ€rung des sowjetischen Hinterlandes befassten. Im konkreten Fall gehörte zur AufklĂ€rung auch die Erfolgskontrolle der Hungerblockade von Leningrad. Unter Oebsger-Röder wurde der sogenannte „Erkundungsbericht Leningrad“ erstellt. Mit Oebsger-Röder, Karl Tschierschky (Leiter III Inlands-SD der Einsatzgruppe A), Otto Kraus (TeilkommandofĂŒhrer) und Hermann Hubig (TeilkommandofĂŒhrer) war hier ein großer Teil des spĂ€teren FĂŒhrungspersonals des Unternehmen Zeppelin des SD tĂ€tig.

In den Ereignismeldungen der Einsatzgruppe A waren wiederholt Erschießungen durch das Einsatzkommando Tosno (Hubig) erwĂ€hnt, so z. B. in der Ereignismeldung 130, als im Oktober 1941 156 Personen wegen Sabotage als exekutiert berichtet wurden.cite-ref-37[37]

Am 26. Dezember 1941 wurden in Abstimmung mit der 18. Armee und dem XXVIII. Armeekorps etwa 230–240 geisteskranke bzw. geschlechtskranke Frauen einer Anstalt im vormaligen Kloster Makarewskaja durch das Einsatzkommando [Tosno] getötet.cite-ref-38[38] In Nikolskoje sĂŒdwestlich von Krasnogwardeisk befand sich eine große psychiatrische Anstalt, die Kastschenko-Klinik mit ĂŒber tausend Patienten. Da die Verpflegung dieser Einrichtung zu einem Problem wurde, bat die Ortskommandantur der Wehrmacht in Krasnogwardeisk am 11. Oktober 1941 die 18. Armee „um Beseitigung der Irren“ durch den SD. Nach sowjetischen Angaben betrug die Gesamtzahl der Opfer der Kastschenko-Klinik 1300 Menschen. Im September/Oktober 1943 wurden die Leichen vom Sonderkommando 1005 „enterdet“ und verbrannt, um die Spuren zu verwischen.cite-ref-39[39]

Diese Exhumierungen durch das Sonderkommando 1005 belegen, dass SturmbannfĂŒhrer Oebsger-Röder ĂŒber diese Verbrechen vor Leningrad bestens informiert war. Das geht aus einem Telegramm hervor, dass die britische FunkaufklĂ€rung aufgefangen, entschlĂŒsselt und geheim gehalten hatte. Erst 1996 entdeckten es US-Historiker in den Archiven. In dieser sogenannten „Oebsger-Röder-Message“ vom 13. Oktober 1943 geht es um den Versuch der SS, die Massenvernichtungen vor den heranrĂŒckenden Sowjettruppen zu verbergen. Im Raum Leningrad hatte das Sonderkommando 1005 Schwierigkeiten, die Grablagen der Liquidierten zu finden und man wandte sich deshalb am 12. Oktober 1943 an den inzwischen auf der Krim im Einsatz stehenden Oebsger-Röder, der aufgrund seiner Funktion bei der Einsatzgruppe A Bescheid wusste. Er antwortete umgehend am 13. Oktober und beschrieb Grablagen und Auskunftspersonen wie folgt:

1) In einer Schlucht nahe der Luftwaffen-Kaserne SIEVERKAJA, nah am nordwestlichen Rollfeld, wenig Material. 2) GATTSCHINA SchloßgelĂ€nde ungefĂ€hr 200 m. entfernt von den ehemaligen Unterkuenften von Kdo. Ostuf. BOSSE, ehemalige lettische Dolmetscher TONE, DZELSKELEJS und andere, anscheinend alle aus Riga, können bezĂŒglich 1) und 2) nĂ€here Auskunft erteilen. Der russische Mitarbeiter RUTSCHENKO, z. Zt. PLESKAU UZ, kann ebenfalls Hinweise geben. 3) BezĂŒglich PUSCHKINO, ZARSKOJE SELO und TOSSNO. Bitte fragen Stubaf. FRANCZ und Stubaf. HUBIG, beide RSHA I b. 4) GRIGOROWO und NOVGOROD sind mir nicht bekannt. Sofern EK 2 betroffen, kann vielleicht Ostubaf. EHRLINGER von Egr. N Informationen geben, oder auch Hstuf. KRAUS (Bruder von Stubaf. OTTO KRAUS), z. Zt. PLESKAU. Gezeichnet, ROEDER, Stubafcite-ref-40[40]

Es war Oebsger-Röder in der Nachkriegszeit gelungen, seine Verwicklung in die Verbrechen der Einsatzgruppe A und seine Rolle beim Stab von Walter Stahlecker zu verheimlichen.

„Unternehmen Zeppelin“

1942 kam Oebsger-Röder in das von SS-ObersturmbannfĂŒhrer und Oberregierungsrat Heinz GrĂ€fe konzipierte „Unternehmen Zeppelin“ und ĂŒbernahm schließlich im Juli 1942 die Leitung des Sonderreferates VI C/Z im Amt VI des RSHA bis Februar 1943.cite-ref-wildt939-2-3[2] Das Unternehmen Zeppelin war ein geheimes Sabotage- und Zersetzungsunternehmen des SD, das freiwillige Russen wie auch Nichtrussen als sogenannte „Aktivisten“ hinter die sowjetischen Linien brachte. Dort wurden Nachrichten gesammelt, Sabotageakte verĂŒbt und Propaganda betrieben. Die Zeppelin-Kommandos waren zwar an die Einsatzgruppen von Sipo und SD gekoppelt, die in Russland die Vernichtung von Juden, Bolschewisten, Partisanen usw. betrieben, waren ihnen aber nicht unterstellt, sondern betrieben ihre Operationen eigenstĂ€ndig.

Beim Zeppelin-Kommando in Smolensk kam es zu Fahnenfluchten russischer Aktivisten. Rudolf Oebsger-Röder, Leiter des Referats VI C Z, hielt danach in einem Vermerk am 2. Dezember 1942 fest:

„Der Chef der Einsatzgruppe B hat ohne Zustimmung von VI C Z 18 Aktivisten des Unternehmen Zeppelin, die im Bereich der Einsatzgruppe B untergebracht waren, wegen grober Disziplinlosigkeiten sonderbehandeln lassen. Die ĂŒberaus lange und unvorhergesehene Wartezeit in Wissokoje hat die Aktivisten nicht nur unlustig und mĂŒde werden lassen, sondern auch eine erhebliche negative Beeinflussung dadurch erbracht, dass die Aktivisten Gelegenheit hatten, die praktische Behandlung ihrer Landsleute in den besetzten Ostgebieten durch deutsche Dienststellen kennenzulernen.“ [
] „Die [
] aufgefĂŒhrten GrĂŒnde haben danach teilweise zur politischen Zersetzung, teilweise zu Disziplinlosigkeiten der Aktivisten gefĂŒhrt. Es besteht Übereinstimmung, dass eindeutig festgestellte Zersetzungserscheinungen sofort durch Sonderbehandlung der ĂŒberfĂŒhrten Personen zu bereinigen sind.cite-ref-41[41]

Zwischen Oebsger-Röder und dem Leiter der Amtsgruppe VI C, SturmbannfĂŒhrer Heinz GrĂ€fe, gab es Spannungen hinsichtlich der FĂŒhrung des Unternehmen Zeppelin. GrĂ€fe als Urheber des Unternehmens Zeppelin in der Amtsgruppe RSHA VI C und Oebsger-Röder als zustĂ€ndiger Referatsleiter RSHA VI C/Z beanspruchten beide die FĂŒhrung von Zeppelin, weshalb man im Oktober 1942 vereinbarte, dass Oebsger-Röder eindeutig der FĂŒhrung von VI C unterstellt bleiben, aber kĂŒnftig die Verantwortung fĂŒr die Zeppelin-Unternehmen im Kaukasus ĂŒbernehmen solle.cite-ref-42[42]

Im FrĂŒhjahr 1943 erhielt das Unternehmen Zeppelin eine neue Struktur, und Oebsger-Röder ĂŒbernahm im MĂ€rz die FĂŒhrung des neuen Zeppelin-Hauptkommandos SĂŒd, das ab April 1943 in Berdjansk am Asowschen Meer stationiert war. Die Aktivisten des Unternehmens Zeppelin SĂŒd wurden meist per Fallschirm vom Flugplatz Saki/Krim ĂŒber dem Kaukasus abgesetzt oder auf dem Landweg ĂŒber die TĂŒrkei in den Kaukasus geschickt. Ende 1943 ĂŒbernahm Heinz Fenner das Zeppelin-Hauptkommando SĂŒd von Rudolf Oebsger-Röder.cite-ref-43[43]

Ungarn und RSHA

Nach einer Krankheit und anschließender Kur in Ungarn kam er ab MĂ€rz 1944 zur Amtsgruppe VI E des RSHA, dessen Ungarn-Referat von Wilhelm Höttl geleitet wurde. Vom 31. MĂ€rz 1944 bis zum 25. Mai 1944 war SturmbannfĂŒhrer Oebsger-Röder Kommandeur der Sipo und des SD in Cluj (Koloszvar bzw. Klausenburg).cite-ref-44[44] Er soll beim Einsatzkommando des SD in Cluj (Klausenburg) an der Judenevakuierung beteiligt gewesen sein.cite-ref-klee442-45-0[45]cite-ref-46[46] Von Mai bis Juli 1944 war er laut seiner SS-Personalunterlagen weiter in Ungarn eingesetzt und soll im Stab Eichmann in Budapest tĂ€tig gewesen sein.cite-ref-47[47]

Danach verblieb er bis Kriegsende beim Amt VI als Verbindungsoffizier des Amtes VI beim WehrmachtsfĂŒhrungsstab, Amtsgruppe Ausland in Potsdam und zum AuswĂ€rtigen Amt.cite-ref-2-30-3[30] Oebsger-Röder wurde noch am 30. Januar 1945 zum SS-ObersturmbannfĂŒhrer befördert.cite-ref-klee442-45-1[45]

Nachkriegszeit

Nach Kriegsende tauchte Oebsger-Röder mit dem Falschnamen Richard Rupp als Landarbeiter in Schleswig-Holstein unter.cite-ref-klee442-45-2[45] Er wurde im Januar 1946 mit Hilfe eines Lockspitzels jedoch gemeinsam mit Horst Mahnke in Hannover verhaftet und im Internierungslager Bad Nenndorf verhört. Oebsger-Röder und sein Kollege Horst Mahnke wurden bei der ersten Vernehmung am 18. April 1946 derart brutal misshandelt, dass Mahnke anschließend mehrfach operiert werden musste und Oebsger-Röder einen Selbstmordversuch unternahm.cite-ref-48[48] Danach gab Oebsger-Röder am 29. Juli 1946 den britischen Vernehmern eine recht ausfĂŒhrliche Darstellung zum Unternehmen Zeppelin ab.cite-ref-49[49]

Die ZustĂ€nde in Bad Nenndorf wurden durch einen britischen Parlamentarier bekannt und fĂŒhrten zu einer Untersuchung und letztlich zur Schließung des Verhörzentrums 1947. In mehreren Prozessen ab MĂ€rz 1948 wurde gegen die Verantwortlichen ermittelt, die allesamt freigesprochen wurden. Oebsger-Röder und Mahnke hatten im Prozess als Zeugen ausgesagt. Oebsger-Röder wurde wegen vermuteter Verschwörungsabsichten in einem im November 1948 durchgefĂŒhrten Spruchkammerverfahren in Bielefeld zu 18 Monaten Haft verurteilt, die durch seine Internierung in Bad Nenndorf jedoch abgegolten waren.cite-ref-2-30-4[30]cite-ref-lhachmeister78-50-0[50]

Organisation Gehlen, BND und journalistische Arbeit

Danach fand er noch 1948 den Weg zur Organisation Gehlen, dem spĂ€teren Bundesnachrichtendienst (BND), fĂŒr den er in den 1950er Jahren hauptberuflich tĂ€tig war. Im MĂ€rz 1950 schied er aus der Org. Gehlen als hauptberuflicher Mitarbeiter wieder aus, stand aber als Tipper und Informant weiter mit der Dienststelle GV C der Org. Gehlen in Verbindung. Unter anderem fĂŒhrte er in dieser Zeit den WaffenhĂ€ndler und ehemaligen SS-FĂŒhrer Wilhelm Beisner 1957 dem BND zu. Ebenfalls war er journalistisch tĂ€tig und schrieb zusammen mit seinem vormaligen Chef bei RSHA VI E Wilhelm Höttl fĂŒr die 1951 von Joachim Ruoff mit Helmut Damerau und Felix Steiner gegrĂŒndete Deutsche Soldatenzeitung (DSZ).cite-ref-5-51-0[51] Zu Höttl hatte Oebsger-Röder noch lĂ€ngere Zeit Kontakt.cite-ref-52[52] Die DSZ wurde von der CIA bis 1953 mitfinanziert und danach ab Januar 1953 von StaatssekretĂ€r Otto Lenz im Bundeskanzleramt, zustĂ€ndig fĂŒr Öffentlichkeitsarbeit (und Psychologische KriegsfĂŒhrung) finanziell unterstĂŒtzt.cite-ref-53[53]

1958 trat Oebsger-Röder in den BND ein, dem Nachfolger der Organisation Gehlen. Von Juli 1958 bis November 1959 leitete er eine Außenstelle des BND. Von Dezember 1959 bis Dezember 1962 war er BND-Resident in Jakarta. Von Dezember 1962 bis Juli 1964 war er BND-Resident in Bangkok. Von Juli 1964 bis MĂ€rz 1966 war noch als Quelle in Indonesien tĂ€tig.cite-ref-1-29-1[29]cite-ref-5-51-1[51]

Wegen Kriegsverbrechen wurde in der Bundesrepublik mehrfach gegen Oebsger-Röder ermittelt. Den staatsanwaltschaftlichen Nachstellungen entzog sich Oebsger-Röder 1959 vorlĂ€ufig, indem ihn der BND nach Indonesien entsandte.cite-ref-54[54] 1962 erfolgten zwei Vernehmungen in Indonesien, 1972 eine weitere in Berlin. Die diversen Ermittlungsverfahren gegen ihn stellten die Staatsanwaltschaften ein, da ihm ĂŒber die Kenntnis von Verbrechen hinaus keine Tatbeteiligung nachgewiesen werden konnte.

In Indonesien fand er Zugang zum Staatschef und Diktator Hadji Mohamed Suharto und wirkte als dessen Berater und Biograph. Gleichzeitig war er jedoch auch unter dem Namen „O. G. Roeder“ Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes in Jakarta sowie Korrespondent fĂŒr die SĂŒddeutsche Zeitung und die Neue ZĂŒrcher Zeitung.cite-ref-lhachmeister78-50-1[50] Aufgrund seiner NS-Vergangenheit wurde Oebsger-Röder im Sommer 1964 von seinen TĂ€tigkeiten fĂŒr den BND entbunden. Anschließend sollte er bis 1979 mehrmals als „bestinformierter Journalist“ in Indonesien fĂŒr den BND reaktiviert werden, lehnte dieses Ansinnen jedoch ab. Seit 1969 veröffentlichte er mehrere BĂŒcher, die sich mit dem Land Indonesien, den dort lebenden Menschen, touristischen Attraktionen und politischen Besonderheiten beschĂ€ftigen. So veröffentlichte er u. a. eine offizielle Biografie des Diktators und Kostrad-Generals Suharto.cite-ref-55[55] Oebsger-Röder hatte wahrscheinlich ab 1980 seinen Wohnsitz wieder in MĂŒnchen.

Publikationen

‱ Vom Zeitungsschreiber zum Schriftleiter : Untersuchungen ĂŒber den Bildungsstand der deutschen Journalisten; (mit 8 statistischen Übersichten, Noske Verlag Leipzig 1936)
‱ The smiling general : President Soeharto of Indonesia. (Mit Portr.), Gunung Agun Djakarta 1969
‱ Who’s who in Indonesia : biographies of prominent Indonesian personalities in all fields, Gunung Agung Djakarta 1971
‱ Indonesien : Java, Bali und die 1000 Inseln beiderseits des Äquator; ReisefĂŒhrer und Landeskunde mit Reiserouten und StadtfĂŒhrern, Verlag Volk und Heimat Buchenhain vor MĂŒnchen 1973
‱ Wirtschaftspartner Indonesien, Institut fĂŒr Asienkunde Hamburg, Jakarta (1979)
‱ Who’s who [Who is who] in Indonesia : Biographies of prominent Indonesian personalities in all fields. Comp. by O. G. Roeder, Mahiddin Mahmud, Gunung Agung Singapore 1980
‱ Leben und leben lassen in Indonesien, ohne Verlag und ohne Ort, 1980
‱ Indonesien : ReisefĂŒhrer mit Landeskunde, gemeinsam mit Bernd Eberlein, Mai’s ReisefĂŒhrer Verlag Buchschlag bei Frankfurt/M. 1987
‱ Indonesia : a personal introduction, Gramedia Bokk Publ. Div. Jakarta 1987

Literatur

‱ Michael Fahlbusch: Im Dienste des Deutschtums in SĂŒdosteuropa. Ethnopolitische Berater als Tathelfer fĂŒr Verbrechen gegen die Menschlichkeit. In: Mathias Beer und Gerhard Seewann (Hrsg.): SĂŒdostforschung im Schatten des Dritten Reiches. Institutionen – Inhalte – Personen. Oldenbourg, MĂŒnchen 2004, ISBN 3-486-57564-3. (= SĂŒdosteuropĂ€ische Arbeiten 119), S. 175–214.
‱ Michael Fahlbusch: Wissenschaft im Dienst der nationalsozialistischen Politik? Die Volksdeutschen Forschungsgemeinschaften von 1931–1945, Nomos Verlag Baden-Baden 1999.
‱ Lutz Hachmeister: Der Gegnerforscher – Die Karriere des SS-FĂŒhrers Franz Alfred Six (C. H. Beck, MĂŒnchen 1998, ISBN 3-406-43507-6), im Folgenden kurz als Hachmeister / Gegnerforscher bezeichnet.
‱ Lutz Hachmeister: Presseforschung und Vernichtungskrieg – Zum VerhĂ€ltnis von SS, Propaganda-Apparat und Publizistik, in: Wolfgang Duchkowitsch et al. (Hrsg.): Die Spirale des Schweigens - Zum Umgang mit der nationalsozialistischen Zeitungswissenschaft (LIT, MĂŒnster, 2004, ISBN 3-8258-7278-5), im Folgenden kurz als Hachmeister / Presseforschung bezeichnet.
‱ Bodo Hechelhammer: Walther Rauff und der Bundesnachrichtendienst. (Memento vom 6. Dezember 2013 im Internet Archive) In: Mitteilungen der Forschungs- und Arbeitsgruppe „Geschichte des BND“ (MFGBND). Nr. 2, 23. September 2011, im Folgenden kurz als Hechelhammer / Rauff bezeichnet.
‱ Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich (Fischer, Frankfurt am Main, 2007, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 442), im Folgenden als Klee / Personenlexikon bezeichnet.
‱ Helmut Krausnick, Hans-Heinrich Wilhelm: Die Truppe des Weltanschauungskrieges. Die Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD 1938–1942. DVA, Stuttgart 1981, ISBN 3-421-01987-8.
‱ Klaus-Michael Mallmann, Jochen Böhler, JĂŒrgen MatthĂ€us: Einsatzgruppen in Polen – Darstellung und Dokumentation (Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-534-21353-5), im Folgenden kurz als Mallmann u. a. / Einsatzgruppen in Polen bezeichnet.
‱ Michael Wildt: Generation des Unbedingten – Das FĂŒhrungskorps des Reichssicherheitshauptamtes (Hamburger Edition, Hamburg, 2002, ISBN 3-930908-75-1), im Folgenden kurz als Wildt/Generation bezeichnet.
‱ Dieter Schwips, Klaus-Dieter Riedel: Untersuchungen zu wesentlichen Aspekten der Rolle und Bedeutung der internen wissenschaftlich-methodischen Forschungen und der Aktivierung der Spionage und ZersetzungstĂ€tigkeit im Rahmen der nachrichtendienstlichen und subversiven TĂ€tigkeit des Sicherheitsdienstes der SS (SD) gegen die Sowjetunion in Vorbereitung und wĂ€hrend des II. Weltkrieges unter dem Gesichtspunkt aktueller Erscheinungsformen der FeindtĂ€tigkeit, herausgegeben von der Hauptabteilung IX des MfS, Berlin, Dezember 1977, 2 BĂ€nde, 570 Seiten (Forschungsarbeit zu „Wannsee-Institut“ und „Unternehmen Zeppelin“, Bundesarchiv, BStU Berlin, MfS HA IX/11, FV 6/74, BĂ€nde 28 und 29), im Folgenden kurz als Schwips, Riedel/Forschungsarbeit, bezeichnet.
‱ Sören Flachowsky: Zeughaus fĂŒr die Schwerter des Geistes (Band 1, Wallstein, Göttingen, 2018, ISBN 978-3-8353-3196-9), im Folgenden kurz als Flachowsky / Zeughaus bezeichnet.
‱ Stephan Lehnstaedt / Jochen Böhler: Die Berichte der Einsatzgruppen aus Polen 1939 (Metropol, Berlin 2013, ISBN 978-3-86331-138-4), im Folgenden kurz als Lehnstaedt, Böhler / Berichte bezeichnet.

Weblinks

‱ Literatur von und ĂŒber Rudolf Oebsger-Röder im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Einzelnachweise

cite-note-uhl278-11. ↑ Ulrich von Hehl (Hrsg.): Sachsens LandesuniversitĂ€t in Monarchie, Republik und Diktatur (= BeitrĂ€ge zur Geschichte der UniversitĂ€t Leipzig vom Kaiserreich bis zur Auflösung des Landes Sachsen 1952). In: BeitrĂ€ge zur Leipziger UniversitĂ€ts- und Wissenschaftsgeschichte. Reihe A, Band 3. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2005, ISBN 978-3-374-02282-3, S. 278
cite-note-wildt939-22. ↑ Wildt / Generation, S. 939.
cite-note-33. ↑ Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/31041541
cite-note-44. ↑ Mallmann u. a. / Einsatzgruppen in Polen, S. 42.
cite-note-lhachmeister75f-55. ↑ Hachmeister / Presseforschung, S. 75ff.
cite-note-66. ↑ Hachmeister / Gegnerforscher, S. 109ff.
cite-note-77. ↑ Flachowsky / Zeughaus, S. 485.
cite-note-dws-xip-pl-88. ↑ Rudolf Oebsger-Röder. In: Dws-xip.pl
cite-note-lhachmeister76f-99. ↑ Hachmeister / Presseforschung, S. 76.
cite-note-6-1010. ↑ Hachmeister / Presseforschung, S. 77.
cite-note-1111. ↑ Reinhard Heydrich, Wandlungen unseres Kampfes (MĂŒnchen, 1935) S. 5ff.
cite-note-1212. ↑ Flachowsky / Zeughaus, S. 504.
cite-note-7-1313. ↑ Vernehmung Oebsger-Röder am 2. Mai 1972 in Berlin, S. 2ff, Landesarchiv Berlin, RSHA-Verfahren, Personenakte Oebsger-Röder.
cite-note-1414. ↑ Janusz Kutta, Ereignisse des 3. und 4. Septembers in Bydgoszcz – „Blutsonntag“, in History of Bydgoszcz, Volume II, 1939–1945, herausgegeben von Marian Biskup, Bydgoszcz, 2004, ISBN 83-921454-0-2.
cite-note-1515. ↑ GĂŒnter Schubert: Das Unternehmen "Bromberger Blutsonntag" - Tod einer Legende. Bund-Verlag, Köln 1989, ISBN 3-7663-2101-3, S. 151 ff.
cite-note-1616. ↑ Wildt / Generation, S. 477–478.
cite-note-1717. ↑ Stephan Lehnstaedt, Böhler / Berichte, S. 221, 371-373.
cite-note-1818. ↑ Stephan Lehnstaedt, Böhler / Berichte, S. 424.
cite-note-1919. ↑ Stephan Lehnstaedt, Böhler / Berichte, S. 33–34, 44.
cite-note-2020. ↑ Zur Karteierfassung durch den SD beim Ekdo 16 siehe auch die TĂ€tigkeit von ObersturmfĂŒhrer Erwin Rogalski, Henry Leide, NS-Verbrecher und Stasi (V&R, Göttingen, 2005, ISBN 3-525-35018-X), S. 213.
cite-note-2121. ↑ Landesarchiv Berlin, B Rep. 057-01 Nr. 3488, Dokumentensammlung B I a 101 – 149, Schreiben Oebsger-Röder vom 11.10.1939, Blatt 236–240, Akten Kammergericht Berlin, RSHA-Verfahren.
cite-note-2222. ↑ Wildt / Generation, S. 477.
cite-note-231. Zitiert bei: Michael Wildt: Generation des Unbedingten. Das FĂŒhrungskorps des Reichssicherheitshauptamtes. Hamburger Edition HIS, Hamburg 2002, S. 477-478;f.
cite-note-2424. ↑ Landesarchiv Berlin, B Rep. 057-01 Nr. 3488, Dokumentensammlung B I a 101 – 149, Schreiben Oebsger-Röder vom 11.10.1939, Blatt 152, Akten Kammergericht Berlin, RSHA-Verfahren.
cite-note-2525. ↑ Dieter Schenk: Hitlers Mann in Danzig - Gauleiter Forster und die NS-Verbrechen in Danzig-Westpreußen. Dietz, Bonn 2000, ISBN 3-8012-5029-6, S. 229.
cite-note-2626. ↑ Andreas Strippel, NS-Volkstumspolitik und die Neuordnung Europas (Schöningh, 2011, ISBN 978-3-506-77170-4), S. 74–75.
cite-note-0-2727. ↑ Markus Leniger: Nationalsozialistische "Volkstumsarbeit" und Umsiedlungspolitik 1933 - 1945. 2. Auflage. Frank & Timme, Berlin 2011, ISBN 978-3-86596-082-5, S. 148.
cite-note-2828. ↑ Schreiben von Martin Sandberger betreffend EWZ Nordost, Nebenstelle Gotenhafen, Abwicklungskommando vom 9.12.1939, zitiert bei Malgorzata Stepko-Pape, Die „Wartende Stadt“ Gdynia – Gotenhafen 1926–1945, Dissertation, UniversitĂ€t TĂŒbingen, 2011, S. 86.
cite-note-1-2929. ↑ Gerhard SĂ€lter: NS-KontinuitĂ€ten im BND. Ch. Links, Berlin 2022, ISBN 978-3-96289-131-2, S. 219 ff.
cite-note-2-3030. ↑ Angaben von Oebsger-Röder zum Lebenslauf im Spruchkammerverfahren vom 23. April 1948, Landesarchiv Berlin, RSHA-Verfahren, Personenakte Oebsger-Röder.
cite-note-3131. ↑ Hachmeister / Gegnerforscher, S. 222–223.
cite-note-3232. ↑ Schreiben Oebsger-Röder v. 9.12.1940, Dokument B I a 175 Kammergericht Berlin, Signatur B Rep. 057-01, Akte Nr. 3491, Blatt 69-71.
cite-note-3333. ↑ Johannes HĂŒrter, Die Wehrmacht vor Leningrad, Vierteljahreshefte fĂŒr Zeitgeschichte, Heft 3/2001, S. 392ff.
cite-note-3434. ↑ Hans-Heinrich Wilhelm: Die Einsatzgruppe A der Sicherheitspolizei und des SD 1941/42. Peter Lang, Frankfurt / Main 1996, ISBN 3-631-49640-0, S. 282 ff.
cite-note-3535. ↑ Johannes HĂŒrter, Wehrmacht vor Leningrad, S. 385, FN 29.
cite-note-3-3636. ↑ Interim Report on the case of Martin Sandberger, September 1945, Appendix VII, Seite XXIX, British National Archives Kew Gardens, KV2–105, Sandberger, Martin.
cite-note-3737. ↑ Zu den Ereignismeldungen siehe Hans-Heinrich Wilhelm, Die Einsatzgruppe A, S. 284ff.
cite-note-3838. ↑ Johannes HĂŒrter, Die Wehrmacht vor Stalingrad, S. 435–436, FN 265.
cite-note-3939. ↑ Johannes HĂŒrter, Die Wehrmacht vor Stalingrad, S. 436–438.
cite-note-4040. ↑ Andrej Angrick: "Aktion 1005" - Spurenbeseitigung von NS-Massenverbrechen 1942-1945. 2. Auflage. Band 2. Wallstein, Göttingen 2019, ISBN 978-3-8353-3268-3, S. 660–662.
cite-note-4141. ↑ Schwips, Riedel / Forschungsarbeit, S. 326–327.
cite-note-4242. ↑ Schwips, Riedel / Forschungsarbeit, S. 412–413.
cite-note-4343. ↑ Schwips, Riedel / Forschungsarbeit, S. 429–430.
cite-note-4444. ↑ Ottmar Trasca: Holocaustul ün Ungaria. Studiu de caz: Ucraina Subcarpatică Ɵi ghetoul din Munkács [Der Holocaust in Ungarn. Fallstudie: Karpathen-Ukraine und das Ghetto von Munkács]. In: „Revista istorică“, BucureƟti, tom XX, Nr. 3–4, S. 12
cite-note-klee442-4545. ↑ Klee / Personenlexikon, S. 442.
cite-note-4646. ↑ Christian Gerlach, Götz Aly: Das letzte Kapitel - Der Mord an den ungarischen Juden 1944-1945 (Fischer, 2004, ISBN 978-3-596-15772-3), S. 129–130.
cite-note-4747. ↑ Schenk, Hitlers Mann in Danzig, S. 229.
cite-note-4848. ↑ Utz Anhalt / Steffen Holz: Das verbotene Dorf - Das Verhörzentrum Wincklerbad der britischen Besatzungsmacht in Bad Nenndorf 1945 bis 1947. Offizin, Hannover 2011, ISBN 978-3-930345-90-8, S. 84, 116.
cite-note-4949. ↑ Special Intelligence Report 44, 29. July 1946, siehe CIA FOIA, Electronic Reading Room, Oebsger-Roeder, Rudolf 0001.
cite-note-lhachmeister78-5050. ↑ Hachmeister / Presseforschung, S. 78
cite-note-5-5151. ↑ Hechelhammer / Rauff, S. 19–20, 43.
cite-note-5252. ↑ Artikel „Unternehmen Zeppelin“ in Der Spiegel, Nr. 47/1992.
cite-note-5353. ↑ CIA FOIA, Electronic Reading Room, KIMMANLY_0028 sowie CIA FOIA, Electronic Reading Room, Oebsger-Roeder, Rudolf 0006.
cite-note-5454. ↑ Gerhalt SĂ€lter, NS-KontinuitĂ€ten im BND, S. 594.
cite-note-5555. ↑ Zu Oebsger-Röders AktivitĂ€ten in Indonesien siehe auch Till Florian Tömmel: Bonn, Jakarta und der Kalte Krieg, De Gruyter/Oldenbourg, Schriftenreihe der Vierteljahreshefte fĂŒr Zeitgeschichte, Band 116, 2018, ISBN 978-3-11-056249-1.